Missionar wegen Umweltaktivitäten ausgewiesen Drucken
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Geschrieben von: Admin   
Mittwoch, 21. Juli 2010 um 16:46
Peru weist einen britischen Missionar wegen seiner Umweltaktivitäten im Amazonasgebiet aus. Der Ordensgeistliche Paul McAuley habe die öffentliche Ordnung des Landes gestört, begründete das peruanische Innenministerium die Ausweisung.

Die peruanische Gesetzgebung verbiete Ausländern, an politischen Aktionen teilzunehmen.

Die Kirche, religiöse Gemeinschaften, soziale Bewegungen und Umweltschutzvereinigungen in Peru kritisierten den Beschluss. Auch der Oppositionspolitiker Ollanta Humala sprach sich gegen die Ausweisung des 62-Jährigen aus.

„Deckmantel Umweltschutz"
Die Regierung wirft dem Missionar vor, unter dem Deckmantel des Umweltschutzes gegen Vorhaben der Regierung im Amazonasgebiet zu protestieren. Aus demselben Grund läuft auch gegen andere katholische Geistliche ein Ausweisungsverfahren.

McAuley kündigte an, über seine Anwälte rechtliche Schritte gegen die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis einzuleiten. Bereits während seines Einsatzes gegen die Ausbeutung des Amazonas reichte er Klagen beim Verfassungsgericht in Peru ein. So verlangte er unter anderem, dass gegen das argentinische Unternehmen Pluspetrol wegen Verschmutzung durch Erdöl vorgegangen wird.

Einsatz für die Umwelt
McAuley lebt seit mehr als 30 Jahren in Peru, wo er zunächst in einem Armenviertel der Hauptstadt Lima eine Schule aufbaute. Vor rund zehn Jahren übernahm er im peruanischen Amazonasgebiet eine neue Mission. Seither setzt er sich nicht nur für die Rechte der Ureinwohner ein, sondern auch für den Schutz des Urwalds. 2006 gründete er den gemeinnützigen Umweltschutzverein. Dieser befasste sich in den vergangenen Wochen mit einem Waldgesetz, das die Nutzung des Regenwaldes für Monokulturen vorsieht.


Quelle: Kipa
Datum: 15.07.2010