| Menschenwürde für Dalits |
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| Aktuelles | |||
| Geschrieben von: Admin | |||
| Montag, 02. August 2010 um 15:33 | |||
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Indische Christen kämpfen für die Gleichstellung und menschenwürdige Behandlung der Dalits, der Kastenlosen im Land. Das Oberste Gericht soll die staatliche Benachteiligung der Dalits aufheben, die der Hindu-Ordnung den Rücken kehren und Christen oder Muslime werden. Im Riesenland kommt es täglich zu Gewalttaten gegen Kastenlose - und manchmal zu bizarren Protestaktionen.
Dalits erhalten nach dem staatlichen Quotensystem, das eingerichtet wurde, um ihrer sozialen Misere abzuhelfen, einen bestimmten Prozentsatz von Studienplätzen und Beamtenstellen. Doch jene Dalits, die Christen oder Muslime werden, verlieren diesen Anspruch. Gegen diese Ungerechtigkeit kämpft ein Verbund von Organisationen an. Vor sechs Jahren wurde eine Klage beim Obersten Gericht eingereicht. Ob und wie es urteilen wird, ist weiterhin ungewiss. Protest in Delhi Laut Franklin Caesar, der den Protest organisierte, verletzt diese Bestimmung die verfassungsmässigen Rechte von Dalits - aufgrund von Religion dürfe nicht diskriminiert werden. Die Sprecher der beteiligten Organisationen unterstrichen, dass Christen und Muslime hier miteinander kämpfen. Sam Paul bewertete vor den Versammelten Gesetze positiv, welche die amtierende Regierung Singh zur Besserstellung der Landbevölkerung und der Frauen verabschiedet hat. Nun seien Dalit-Christen an der Reihe. Das Christentum wie der Islam sehen alle Menschen als Geschöpfe Gottes an. Bürger wie Untermenschen behandelt Ehrenmord «Die Kaste ist das grösste Problem dieses Landes. Die ungeheure Gewalt, welche Dalits von Tag zu Tag erleiden, trifft sie aus Kastengründen», schrieb Vidya Bhushan Rawat nach einem Gerichtsurteil. «Kinder werden brutal umgebracht - und wir schämen uns nicht einmal. Tatsächlich sind wir stolz, unsere Ehre zu ‚schützen‘, indem wir unsere Kinder, die zu lieben wagten, umbringen.» Der Menschenrechtler beklagt, dass der Kastenstolz die Menschen voneinander fernhält. Eine so zertrennte Gesellschaft könne aber keine demokratische Kultur aufbauen. Fäkalien-Protest Ein Gericht im Gliedstaat Maharashtra hat Todesstrafen für den Mord an vier Dalits 2006 in 25jährige Haftstrafen umgewandelt. Sechs Männer waren 2008 zum Tod verurteilt worden, weil sie im entlegenen Dorf Khairlanji eine Mutter und drei Kinder im Zuge eines Landstreits getötet hatten. Zwei erhielten damals lebenslänglich, drei wurden freigesprochen. Der Mob hatte die Dalits aus ihrer Erdhütte gezerrt und geschlagen und die Mutter und Tochter vergewaltigt. Der Vater konnte entkommen; er sah den Untaten hilflos zu und strengte später mit Hilfe von Bürgerrechtlern ein Verfahren an. Die Delegierten der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart haben den LWB am Montag aufgefordert, die Befreiung und die Wiederherstellung der Menschenwürde von 250 Millionen unterdrückten und diskriminierten Dalits in Indien, Nepal und anderen Regionen Südostasiens zu einer Priorität in seiner Mission, seiner Arbeit und seinem Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi zu machen. Damit wurde das Votum der letzten LWB-Vollversammlung im kanadischen Winnipeg 2003 bekräftigt. Zum Thema: Quelle: Livenet / indianchristians.in
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