| Kuba lässt 52 politische Häftlinge frei |
|
|
|
| Aktuelles | |||
| Geschrieben von: Admin | |||
| Dienstag, 13. Juli 2010 um 17:03 | |||
|
Selbst die Opposition ist erstaunt. Nach der angekündigten Freilassung von 52 politischen Häftlingen auf Kuba sprach der Menschenrechtsaktivist Elizardo Sanchez im Gespräch mit der Zeitung «El Nuevo Heraldo» von einer «erfreulichen Überraschung». Nicht ganz so euphorisch ist Laura Pollan, Sprecherin der «Frauen in Weiss», die seit Jahren für die Freilassung ihrer inhaftierten Männer demonstrieren: Ich bin sehr bewegt und auch überrascht - trotzdem bleibe ich skeptisch.»
Was die katholische Erzdiözese Havanna am Mittwoch, 7. Juli, mitteilte, ist eine kleine politische Sensation. Kubas kommunistische Führung will insgesamt 52 politische Häftlinge freilassen, die im Jahr 2003 zu teils langen Gefängnisstrafen verurteilt worden waren. Die ersten fünf Freilassungen sollte es unmittelbar geben. Die restlichen Regimekritiker sollen in den kommenden «drei oder vier Monaten» auf freien Fuss gesetzt werden. Dialog und Druck Die Vermittlung der Ortskirche zeigte rasch Erfolge. Zunächst nahm das Castro-Regime sein Demonstrationsverbot für die «Frauen in Weiss» zurück. Dann willigte es ein, die Haftbedingungen der Regimekritiker zu verbessern; auch die Freilassung eines Häftlings wurde erreicht. 75 Regimekritiker des «schwarzen Frühlings» Druck auf USA Die neuesten Nachrichten aus der Karibik dürften daher in diplomatischen Zirkeln der USA heftige Diskussionen auslösen. Kubas Entgegenkommen in Fragen der Menschenrechte erhöht den Druck auf die Vereinigten Staaten, ihrerseits auf Havanna zuzugehen. Auch in dieser Frage hat Kubas Kirche bereits fleissig hinter verschlossenen Türen verhandelt. Erst vor wenigen Tagen stattete der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Francis George, der Insel einen Besuch ab. Wie aus Kirchenkreisen zu erfahren war, war ein zentrales Thema der Gespräche eine Aufhebung des US-Boykotts.
|


