Kirgisistan: Einheimische Christen helfen Flüchtlingen PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Admin   
Freitag, 02. Juli 2010 um 16:25
Korntal/Wetzlar (idea) – In Kirgisistan haben einheimische Christen begonnen, den Opfern der Unruhen mit Lebensmitteln zu helfen. Mitglieder evangelikaler Gemeinden in der Hauptstadt Bischkek hätten Lastwagentransporte in die westkirgisischen Städte Dschalalabad und Osch organisiert, teilt der Missionsbund „Licht im Osten“ (Korntal bei Stuttgart) mit.

Die Lieferungen erreichten auch usbekische Dörfer in der Umgegend der Städte, wo es inzwischen weder Trinkwasser noch Strom und Gas gebe. Die Gewalttätigkeiten zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit hatten am 10. Juni in der Grenzregion zu Usbekistan begonnen. Von mehr als 2.000 Todesopfern ist die Rede. Mehrere hunderttausend Menschen – vor allem Frauen und Kinder – verharren vor der Grenze zu Usbekistan, das keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen will. Marodierende Banden haben die Lage verschärft. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als eine Million Menschen von den Auseinandersetzungen betroffen sind. Die Anhänger der früheren Regierung haben angekündigt, den Krieg auf das ganze Land auszuweiten. „Licht im Osten“ bittet um Spenden für die kirgisischen Christen, damit weitere Hilfstransporte organisiert werden können.

Menschen brauchen auch Trost und Hoffnung

Auch ERF Medien (früher Evangeliums-Rundfunk) in Wetzlar leistet durch seinen kirgisischen Partner humanitäre Hilfe. Genauso wichtig sei es, den Menschen Trost und Hoffnung durch die Verbreitung der christlichen Botschaft zu bringen, sagt der Leiter Internationale Projekte beim ERF, Thorsten Grahn. Die auch vom ERF unterstützten Radiosendungen des internationalen Partners TWR in kirgisischer, usbekischer und russischer Sprache seien in dem Unruhegebiet sehr gut zu empfangen. Der ERF hat einen Hilfsfonds für Kirgisistan eingerichtet. Von den 5,3 Millionen Einwohnern des Landes sind etwa 70 Prozent ethnische Kirgisen, 14,5 Prozent Usbeken und 8,4 Prozent Russen. Der Rest setzt sich aus anderen Minderheiten zusammen. Etwa 75 Prozent der Einwohner sind Muslime; rund 20 Prozent zählen sich zur Russisch-Orthodoxen Kirche.

Quelle: idea.de