Iran: Galgen für Pastor Nadarkhani? PDF Drucken E-Mail
Verfolgte Christen
Geschrieben von: Admin   
Sonntag, 17. April 2011 um 13:29

Die Islamische Republik Iran verfolgt die Minderheiten im Land mit brutaler Härte. Am 14. März wurden ein jüdisch-armenisches Paar und drei weitere Personen im Teheraner Evin-Gefängnis hingerichtet. Der persische Pastor Yousef Nadarkhani muss nach dem Apostasie-Urteil im vergangenen September mit dem Tod rechnen. Das Urteil lautet auf Erhängen.

Der siebenköpfige Vorstand der Baha’i-Gemeinschaft muss doch zwanzig Jahre Haft absitzen – ein Gericht hat die zuvor halbierte Strafe wieder verdoppelt. Der Generalstaatsanwalt hatte dies gefordert, nach einem Verfahren, in dem der Spionage-Vorwurf nicht belegt werden konnte.

Weitere Gemeinschaften berichten von noch härterer Verfolgung. Im Juni soll die Verhandlung gegen fünf Christen stattfinden, unter ihnen Pastor Behrouz Sadegh-Khandjani. Ihnen wird das für die Mullahs todeswürdige Verbrechen des Abfalls vom Islam (Apostasie) zur Last gelegt.

Auch Muslime, die der herrschenden schiitischen Schicht nicht genehm sind, kommen unter die Räder: Derwische der Gonabadi-Bewegung sind verhaftet worden. Anwälte, die sie verteidigen wollten, kamen ebenfalls hinter Gitter. In Gefängnissen wird gefoltert.

Livenet/Weltmission.de ruft zum Gebet für die verfolgten Gläubigen im Iran auf.

Datum: 11.04.2011
Quelle: Livenet / ICC