Vietnam: Nimmt Staat der Witwe auch die Kinder? PDF Drucken E-Mail
Verfolgte Christen
Geschrieben von: Admin   
Donnerstag, 10. Juni 2010 um 15:58
K'pa Lot gehört zu den mutigen Christen im Hügelland Vietnams, die sich von den Behörden nicht vom öffentlichen Weitergeben des Glaubens abbringen lassen. Im März starb der 31-Jährige an Folterungen, die er in Haft erlitten hatte. Nun wollen die Behörden seiner verwitweten Frau die zwei Kinder wegnehmen.

Am 3. Mai wurde H'Nguen gezwungen, mit ihren zwei Kindern H'Danh and Y-Ly zum Polizeiposten in Nhan Hoa zu kommen. Dort drängte man sie über sechs Stunden, mit ihrer Unterschrift auf das Sorgerecht zu verzichten und die Kinder dem Staat zu überlassen. Sie würde sie bis zum Mündigkeitsalter 18 nicht mehr sehen.

Laut einem Bericht wollen die Behörden der Witwe heimzahlen, dass sie die letzten Worte ihres Mannes ausländischen Bürgerrechtlern mitteilte. Er soll ihr geflüstert haben, dass er schwer gefoltert und in Isolationshaft gehalten worden sei. Wenige Stunden nach dem Treffen starb Lot in einem Spital an inneren Blutungen. Er war am 20. Mai 2007 festgenommen und in der Phu Yen Provinz gefangen gehalten worden.

Die verfolgten Christen im entlegenen zentralen Bergland Vietnams gehören kleineren Völkern und Stämmen an. Dass eine Witwe dafür bestraft werden soll, dass sie etwas vom erlittenen Unrecht nach aussen dringen liess, zeigt für Bürgerrechtler die Härte der Unterdrückung an. Offenbar haben die Behörden begonnen, Mobiltelefone von Angehörigen von Minderheiten, die als Staatsfeinde angesehen werden, umfassender abzuhören. Aufgrund der Gewaltgeschichte des kommunistischen Staates haben viele Vietnamesen Verwandte in den USA und anderen Ländern.


Quelle: Livenet / Religionnewsblog, BosNewsLife
Datum: 10.06.2010